Der Tisch als Symbol

Die Tischgemeinschaft der Jugendkirche Düsseldorf als Idee

Grundlagen & Struktur

Zielgruppe

  • Alle Jugendlichen und junge Erwachsene von 16-27 Jahre sind zur Tischgemeinschaft eingeladen. Jeder, der irgendwie mit der Jugendkirche in Kontakt kommt, soll wissen, wo er die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Jugendkirche wiedertreffen kann.

Intention

  • Die Zeit zwischen einzelnen Projekten der Jugendkirche kann unter Umständen lang sein, vor allem wenn sie stark thematisch orientiert sind und nicht jedes Thema jeden Jugendlichen gleichermaßen anspricht. Die Bindung kann in diesen Zeiträumen leicht verloren gehen. Die Tischgemeinschaft ist ein niedrigschwelliges Angebot zur Begegnung mit und Bindung an die Jugendkirche.
  • Die Tischgemeinschaft ist auch gedacht als erster Anlaufpunkt um die Jugendkirche kennen lernen zu können. Bei projektorientierte Arbeit kann es sonst leicht passieren dass bei Anfragen nur Angebote genannt werden können die (zu) weit in der Zukunft liegen und so eine Anknüpfung nicht ermöglichen können.
  • Auch die Jugendlichen untereinander brauchen Zeit und Raum sich wiederbegegnen zu können, da sie über die Jugendkirche möglicherweise andere Kennenlernen zu denen sie bisher keinen Kontakt hatten.
  • Die Tischgemeinschaft soll eine Veranstaltung sein, zu der Jugendliche „einfach hingehen“ können. Bei vielen anderen kirchlichen Angeboten kommen Jugendliche nur als Ehrenamtliche vor. Die Tischgemeinschaft soll die Rolle als „Besucher“ ermöglichen.
  • Weiterhin muss das Format geeignet sein, dass Jugendliche sich „nicht schämen“ auch Freunde mitzubringen. Oft gibt es bei ihren „nicht kirchlich sozialisierten“ Freunden Vorbehalte gegen die Kirche. Wenn Jugendliche sich also trauen Freunde mitzubringen müssen sie sicher sein, dass sie sich im Nachhinein nicht dafür rechtfertigen müssen. Die Gestaltung des Ortes spielt dabei ebenso eine große Rolle. Dieser muss für die Jugendlichen attraktiv gestaltet sein.
  • Wer zur Tischgemeinschaft kommt ist potentiell ansprechbar für Projekte der Jugendkirche. Nach dem Essen gibt es einen Infoblock, in dem die Projekte angekündigt und um Teilnahme / Mitarbeit geworben wird. Niemand wird dabei zur Mitarbeit gedrängt. Es handelt sich lediglich um Angebote. Auch untereinander haben die Jugendlichen die Möglichkeit sich gegenseitig über Aktuelles zu informieren.
  • Die Tischgemeinschaft muss wöchentlich stattfinden um einen konstanten Anlaufpunkt zu bilden. Wer eine Woche nicht kann muss spätestens in der nächsten Woche die Möglichkeit haben den Anderen wieder zu begegnen.

Inhalt und Form (vieles wird in der konkreten Beschreibung der „Geschichte der Tischgemeinschaft“ schon beschrieben)

  • Grundsätzlicher Ablauf:
    • Per WhatsApp wird verabredet wer kommt.
    • Ab 17.30 treffen die ersten Besucher ein
    • Es wir besprochen wer (verantwortlich) kocht und was gekocht werden soll. Essensgewohnheiten und Allergien finden Berücksichtigung
    • Ein Einkaufstrupp geht los (Limit 50 Euro, bestenfalls Bio-Produkte)
    • Gemeinsam wird zubereitet und gekocht. Nebenbei wird gequatscht.
    • Sobald das Essen fertig ist finden sich alle am Tisch ein
    • Dank an die, die gekocht haben und Gebet (s.o.)
    • Gemeinsames Essen
    • Falls neue Besucher da sind gibt es eine Vorstellungsrunde
    • Informationen aus der Jugendkirche oder Untereinander
    • Ausklang und Gespräche
    • Ende gegen 22 Uhr
  • Dieses niedrigschwellige Angebot soll dennoch einen klaren JugendKIRCHLICHEN Bezug haben. Es soll jedem, auch Jugendlichen ohne bisherige kirchliche Kontaktpunkte, den Zugang zur Jugendkirche ermöglichen und dennoch das evangelische Profil der Jugendkirche deutlich in sich tragen.
  • Inhaltlich steht daher wirklich nur das gemeinsame Zubereiten, Kochen und Essen der Speisen im Vordergrund. Das gemeinsame Tun / Thema ermöglicht es auch neuen Jugendlichen schnell in die Gruppe zu finden. Gemeinsames Essen ist seit jeher ein gemeinschaftsstiftendes Ereignis, nicht nur im familiären Rahmen. Zudem ist Essen ein Grundbedürfnis und somit der kleinste gemeinsame Nenner, den man finden kann. Jedes Thema und jedes Projekt erreicht immer nur eine spezielle Zielgruppe. Mit dem gemeinsamen Essen erreicht man unabhängig von den individuellen Interessenslagen die größtmögliche Anzahl an Menschen.
  • Andererseits zeigen bereits der Name Tischgemeinschaft (und auch der Name „Jugendkirche“ deutlich den kirchlichen Bezug und die Herkunft des Formats. Der Name wirkt anachronistisch zur modernen Form und zum Geschehen. Bildlich und am biblischen geschehen orientiert, ohne dass die Jugendlichen das so sagen würden, feiern sie wöchentlich ein Abendmahl und vollziehen das Geschehen um Jesus und seine Jünger nach. Besonders deutlich wird das in der Gründonnerstagstischgemeinschaft, wenn nach biblischem Vorbild Matzen gebacken werden und alte Gerichte zubereitet werden. Wenn alle am Tisch auf dem Boden Platz genommen haben lesen wir die Geschichte des letzten Abendmahls und feiern den neuen Bund mit Brot und Wein. Neben der Weihnachtstischgemeinschaft (zu der auch ehemalige Besucher zu Besuch kommen) ist diese Tischgemeinschaft die Highlighttischgemeinschaft des Jahres.

Organisation

  • Die Organisation der Gruppe findet vorab per WhatsApp in einer Gruppe statt (Aktuell 62 Personen) und donnerstags direkt vor Ort.
  • Die Mitarbeitenden versuchen bei so vielen Tischgemeinschaften wie möglich anwesend zu sein. Gelingt das nicht gibt es Jugendliche die stellvertretend für die Gemeinschaft einen Schlüssel zur Jugendkirche haben. Sie organisieren dann die Tischgemeinschaft bei Abwesenheit der Hauptamtlichen verantwortlich.

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